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Veröffentlicht am 20.01.2026

Torsten Widder zu Gast in der BürgerGalerie: Lieber Bürgermeister als Bundeskanzler

Welche Hobbys hat der Bürgermeister?  Welche Themen bewegen ihn als Politiker aber auch als Mensch? Und wie sieht er die Zukunft der Stadt? Diesen und weiteren spontanen Fragen – auch aus dem Publikum – stellte sich Torsten Widder in der ersten Veranstaltung im neuen Jahr in der Reihe „BürgerGalerie“ des Vereins Provinzkultur. Nach einem Sektempfang leitete Sandra Hyneck von Provinzkultur als Moderatorin entspannt durch den Abend in der Galerie im Bürgerhaus. Dieser war eine Mischung aus ernsten Themen und Unterhaltung.

Nicht nur in seiner Funktion als Bürgermeister an der Gesprächsrunde auf dem roten Sofa teilzunehmen, war ein Anliegen von Torsten Widder. Entsprechend drehten sich die Fragen zwar auch um die berufliche und politische Laufbahn, ermöglichten aber vor allem einen Einblick in das Leben von Torsten Widder als Privatperson und Familienmensch. Auf die Frage, wie er sich selbst beschreiben würde, antwortete er: „Ich bin bodenständig, ehrlich, ein Mensch, der seine Versprechen halten möchte und ein liebevoller Familienvater. Ich fühle mich meiner Heimat verbunden, weshalb ich mich seit vielen Jahren engagiere. Und – das werden meine Mitarbeiter bestätigen – manchmal bin ich auch penibel“.

Themen wie Silvesterabende, Wintersporterlebnisse oder glückliche Familienmomente am heimischen Frühstückstisch, all das waren Themen, die im Laufe des rund einstündigen Gesprächs zwischen Moderatorin Sandra Hyneck und Bürgermeister Torsten Widder gestreift wurden. Aber auch um politische Herausforderungen, wie das Aufstellen eines ausgeglichenen Haushaltes, wurde nicht herumgeredet. „Es war früher schon kein Klacks und ist heute noch schwieriger geworden“, sagt der Stadtchef deutlich. Auf die Nachfrage der Moderatorin, ob dies nicht auch satirische Züge hätte, sagt er: „Haushaltsdebatten sind mitunter karnevalistisch angehaucht, aber werden ernst geführt und es bedarf viel Fingerspitzengefühl, damit ein ausgeglichener Haushalt gelingt, wir uns als Stadt weiterentwickeln, damit Zella-Mehlis noch besser wird“. Dass sich die Stadt die freiwilligen Aufgaben weiterhin leisten könne, werde für alle die schwierigste Aufgabe in den kommenden Jahren. Aber der Stadtchef ist sich sicher:  „Unser Stadtrat tritt für die Interessen der Stadt ein und allen geht es um das Wohl ihrer Heimatstadt“.

Die Rolle als Bürgermeister erfülle ihn, so Torsten Widder. „Ich bin gern Bürgermeister und möchte es auch gern noch ein Stück sein“, sagte er. Das Vertrauen, das Bürger in ihn gesetzt haben, möchte er zurückgeben. „Das bin ich ihnen und meiner Heimatstadt schuldig.“ 

Nicht zuletzt spielte auch die Gestaltung der Zukunft in der Stadt im Laufe des Abends immer wieder eine Rolle. Seine Amtsvorgänger hätten das Feld bereitet, Visionen gehabt und die Stadt weiterentwickelt. Für ihn sei es wichtig, zu erhalten, was geschaffen wurde, um dies „gut in die Zukunft zu tragen“. Zella-Mehlis zeichne sich aus durch eine tolle Lage mitten im Grünen, viele Angebote für Kinder und Jugendliche, Familien und Senioren. „Ich kann vom Meeresaquarium bis hin zur Bibliothek alle Einrichtungen in der Stadt aufzählen – sie alle sind ein Puzzleteil und tragen dazu bei, dass Zella-Mehlis attraktiv ist“, fasste Torsten Widder zusammen. Dazu zähle ebenfalls die Stadtverwaltung als moderner Dienstleister für die Wirtschaft und die Bürger. „Wir sind 160 Mitarbeiter und ein super Team, das für die Stadt brennt“, hebt der Bürgermeister hervor. Natürlich sei die Stadtverwaltung mit dieser Größenordnung wie ein Mittelständisches Unternehmen, das er als Bürgermeister führen muss. „Ich will nicht nur der Grüß-Onkel sein, sondern auch der Chef der Stadtverwaltung“, so Torsten Widders Credo.

Auch die Bürger hatten zur „BürgerGalerie“ die Gelegenheit, Ihre Fragen anzubringen. Diese drehten sich um Katastrophenschutz, Böllerverbot, Schulentwicklung und Parksituation in der Stadt oder auch die kommunale Wärmeplanung. In der abschließenden Schnell-Frage-Runde, antwortete Torsten Widder auf die Frage, was er als Bundeskanzler als erstes entscheiden würde: „Wieder Bürgermeister zu sein“.

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