Radweg zwischen Zella-Mehlis und Benshausen: Langwieriges und komplexes Projekt ist Chefsache
Das Interesse an einem Radweg, der Zella-Mehlis und Benshausen verbindet, ist groß. Immer wieder erreichen die Stadtverwaltung Nachfragen, wann dieser gebaut werde. Auch in der jüngsten Einwohnerversammlung war diese wichtige Verbindung zwischen Kernstadt und Ortsteil Thema. Bürgermeister Torsten Widder informierte zum aktuellen Stand.
Die AG Radverkehr hat 2025 erstmals getagt. Ziel ist es, eine alltagstaugliche Radwegeverbindung zu schaffen. Der alte Franzosenweg wird nicht ausgebaut, vielmehr ist eine Streckenführung durch den Benshäuser Grund angedacht. Ein Planungsbüro wurde mit der Projektierung einer möglichen Streckenführung beauftragt. Im Zuge dessen wurde eine vorläufige Streckenführung ermittelt und eine Übersicht aller betroffenen Flurstücke erstellt.
Der geplante Radweg ist 2,675 km lang. Insgesamt liegen 35 Flurstücke an. Mit jeden Eigentümer bzw. jede Eigentümergemeinschaft sind Gespräche und Verhandlungen zum Ankauf der notwendigen Fläche erforderlich. Die Festlegung der Eigentumsverhältnisse ist insbesondere bei Eigentümergemeinschaften äußerst komplex, zudem müssen alle Flurstücke vermessen werden. Derzeit finden Gespräche mit verschiedenen Grundstückseigentümerinnen und -eigentümern in einem ersten Teilabschnitt statt. Fördermittel wurden nach der Richtlinie zur Förderung von kommunaler Verkehrsinfrastruktur in Thüringen über geschätzte Gesamtausgaben von rund 2.1 Millionen Euro angemeldet.
Neben den Grundstücksfragen und dem eigentlichen Bau des Radweges und der dafür durch Gremien notwendigen Beschlüsse sind in das Projekt mehrere Akteure wie der Landkreis und das Thüringer Landesamt für Bau und Verkehr als Träger des Radverkehrs im dortigen Bereich eingebunden. „Dass die Stadt Eigentümerin der Flächen wird, ist Grundvoraussetzung. Weiterhin sind wir auf Förderung angewiesen. Der Prozess wird langwierig sein. Ich gehe von einem Zeithorizont von mindestens fünf bis sechs Jahren für die Umsetzung aus“, betonte Bürgermeister Torsten Widder. Für ihn steht fest: „Der Radweg ist Chefsache und wird es bleiben, bis er fertig ist“.