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Veröffentlicht am 18.05.2026

Internationaler Museumstag: Neue Sonderschau ist eröffnet

Eine neue Sonderschau mit dem Titel „500 Jahre Schützentradition in Zella-Mehlis“ ist anlässlich des Internationalen Museumstags am Sonntag, 17. Mai, im Stadtmuseum Beschußanstalt eröffnet worden. Die Vereinsmitglieder der Schützenvereinigung-Schützenklub sorgten mit Böllerschüssen für einen gebührenden Rahmen, bevor Bürgermeister Torsten Widder die Gäste begrüßte und gemeinsam mit Museumsleiter Lothar Schreier die Ausstellung eröffnete.

Die 500-jährige Historie des Schützenwesens geht zurück auf eine Rechnung der Gemeinde Mehlis, die hohe Ausgaben für Pulver, Lunte und Blei sowie für die Instandsetzung des Schießhausdaches ausweist. Nicht nur darauf, sondern auch auf weitere Fakten, die die Bedeutung des Schützenwesens für Zella-Mehlis aufzeigen, hob Bürgermeister Torsten Widder hervor. So gab es in Mitte des 19. Jahrhunderts rund 140 Büchsenmacher in der Stadt und in den 1860er Jahren existierten 17 Schützenvereinigungen. „Es ist schön, dass ihr diese Tradition hochhaltet, lebt und weitergebt“, drückte Torsten Widder den Mitgliedern der Schützenvereinigung-Schützenklub seine Anerkennung aus. „Ohne euch und ohne die Benshäuser und Ebertshäuser Schützen gäbe es diese Tradition nicht mehr.“ Einen besonderen Dank richtete er an Alf Treumann als Autor der Festschrift aus sowie an alle Privatpersonen, Unternehmen und Vereine wie den Geschichts- und Museumsverein und den Förderverein Stadtarchiv für die Unterstützung. Nicht zuletzt seien die Mitarbeiter der städtischen Museen für die fachkundige Erarbeitung dieser Sonderschau erwähnt.

Anlässlich dieses Jubiläums haben die Mitarbeiter der städtischen Museen mit Unterstützung hilfsbereiter Bürger über viele Monate  Unterlagen und Ausstellungsstücke für eine Sonderausstellung zusammengetragen und diese gestaltet. „So ein großes Jubiläum ist auch für ein Museum keine leichte Aufgabe“, erklärte Museumsleiter Lothar Schreier. Die fünf Jahrhunderte umspannende Geschichte sei geprägt von Umbrüchen und Unterbrechungen, in denen bewahrenswerte Schätze verloren gingen. Zudem habe das Schützenwesen auch Zeiten erfahren, die nichts mit der ursprünglichen Tradition zu tun hatten oder in denen die traditionelle Rolle beinahe gänzliche verlorenging. „Alte überlieferte Dinge wie Fahnen, Pokale und Waffen sind oftmals noch im Privaten versteckt und wir haben uns natürlich gefragt, ob wir genügend Material für eine ganze Ausstellung haben würden. Letztendlich war ich überrascht, wie viele Dinge doch ins Museums gelangt sind und wir heute zeigen können“, fasste Lothar Schreier die Herausforderung zusammen. In diesem Zusammenhang gilt sein besonderer Dank Jörg Hoffmann, der maßgeblich zur Gestaltung der Ausstellung beigetragen hat.

So wird das Stadtmuseum, das bis 1940 Beschußanstalt war und seit 2004 wieder ein Museum ist, einmal mehr zu einem besonderen historischen Ort, der Geschichte und moderne Ausstellung verbindet.

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