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Veröffentlicht am 14.07.2026

Hinweise zum Umgang mit Füchsen im Siedlungsgebiet

Die gemeldeten Begegnungen mit Füchsen im Siedlungsraum nehmen dieses Jahr zu. Immer häufiger werden die Wildtiere im heimischen Garten, auf der Straße oder im Park angetroffen. Die meisten dieser Wildtiere passen sich zunehmend einem Leben mit den Menschen an. Sie lernen, dass von Menschen keine Gefahr ausgeht, und gleichzeitig findet sich ein breites Futterangebot im Umfeld von Menschen. Nicht entsorgte Essensreste, Komposthaufen, offene Mülltonnen oder Katzenfutter auf der Terrasse sind nur einige der Nahrungsquellen für Wildtiere in der Stadt.

Während der aktuellen Aufzucht der Jungtiere werden diese Futterangebote gerne angenommen. Um ein weiteres Ansiedeln der Wildtiere zu verhindern, muss ein Futterangebot im Siedlungsraum vermieden werden. Haben sich Wildtiere bereits angesiedelt, ist die Vergrämung der Tiere aus dem Siedlungsgebiet die beste Möglichkeit.

Immer wieder werden struppige Füchse oder Tiere teilweise ohne Fell gesichtet. In der Aufzucht (März bis Juni) kann dies eine Fähe (weiblicher Fuchs) mit Jungen sein oder ein an Räude erkrankter Fuchs. Die Unterscheidung ist schwierig.

Der Befall mit Räude muss nicht bei allen Wildtieren tödlich verlaufen. Eine ärztliche Versorgung solcher Wildtiere ist nicht möglich. Die Ausbreitung der Räude wird vom Sozialgefüge (z.B. Familienverband), der Populationsdichte und auch der Jahreszeit (z.B. Paarungszeit) beeinflusst.

Eine Übertragung auf Hunde ist nur mittels direkten intensiven Kontakt möglich. Haustierbesitzer können ihre Hunde durch Fernhalten von Füchsen und deren Bauten am besten schützen.

Ein weiterer Parasit des Fuchses ist der Fuchsbandwurm. Eine Infektion mit dem Fuchsbandwurm ist zwar selten – kann aber gefährlich werden, vor allem, weil die ersten Symptome erst Jahre nach der Infektion auftreten können.

Einen hundertprozentigen Schutz vor dem Fuchsbandwurm gibt es nicht, man kann aber das Risiko einer Infektion durch einige wenige Maßnahmen erheblich verringern:

  • Gründlich waschen: Obst, Salat, Kräuter und Gemüse aus dem heimischen Garten immer sorgfältig unter fließendem Wasser reinigen und nicht direkt vom Strauch oder Beet verzehren.

  • Handschuhe tragen: Bei der Gartenarbeit schützen Gartenhandschuhe vor direktem Kontakt mit der Erde, die möglicherweise mit Fuchskot kontaminiert ist.

  • Entstehungsquellen entfernen: Den Kompost abdecken, Fallobst regelmäßig entfernen. Somit wird dem Fuchs kein Anreiz geschaffen im Garten nach Nahrung zu suchen.

  • Haustiere entwurmen: Hunde und Katzen können als Zwischenwirte für den Fuchsbandwurm fungieren. Bitte regelmäßig die Entwurmung durchführen.

  • Fuchskot beseitigen: Wenn Sie Fuchskot entdecken, bitte nicht anfassen! Nutzen Sie Handschuhe, eine Schaufel oder eine Tüte und entsorgen Sie den Kot im Restmüll oder vergraben ihn.

Die Stadt Zella-Mehlis hat einen ausgebildeten Jäger als Verwaltungshelfer für die Vergrämung und Bejagung von Wildtieren im Siedlungsgebiet gewonnen. Momentan ist die Fuchspopulation so groß, dass es eine Warteliste gibt, die abgearbeitet wird.

Bitte haben Sie Verständnis und Geduld, dass die Beseitigung dieses Ärgernisses nicht von heute auf morgen gewährleistet werden kann.

Kontakt zu dem Stadtjäger erhalten Sie über den Fachbereich Bürgerservice, Ordnung und Sicherheit. Ihre Ansprechpartner sind:

Herr Hasert: (03682) 852 325

Frau Lotz: (03682) 852 300.

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