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Veröffentlicht am 09.09.2026

Gedenkveranstaltung: Bewegende Worte zur Würdigung des Altbürgermeisters Karl-Uwe Panse

Mit einer Gedenkveranstaltung zu Ehren von Karl-Uwe Panse (27.07.1949 — 30.07.2026) hat die Stadt Zella-Mehlis an ihren verstorbenen Altbürgermeister erinnert. Langjährige Freunde und Mitstreiter, Wegbegleiter aus Politik und Ehrenamt folgten der Einladung der Stadt und fanden zu der Gedenkfeier im großen Sitzungssaal des Rathauses bewegende, persönliche und vor allem treffende Worte zur Würdigung des Lebenswerkes von Karl-Uwe Panse.

Musikalisch umrahmt wurde die Veranstaltung von Cellistin Renate Kubisch vom Max-Reger-Konservatorium Meiningen.

Bürgermeister Torsten Widder  erinnerte an das Engagement des Altbürgermeisters während seiner Amtszeit und auch darüber hinaus. „Mit großer Leidenschaft und Tatkraft setzte er sich für die Bürgerinnen und Bürger ein“, sagte Torsten Widder. „Er ist für mich zu einem Freund, Vorbild, Mentor und Motivator  geworden. Er war ein sachlicher Berater bis zuletzt und wird mir fehlen“, fand Torsten Widder sehr persönliche Worte der Erinnerung und verneigte sich vor der Lebensleistung von Karl-Uwe Panse.

Landrätin Peggy Greiser  würdigte Karl-Uwe Panse als geschätzten Kollegen im Kreistag und als Bürgermeister, der vielfältige und riesengroße Spuren hinterlässt. Für die Landrätin und Zella-Mehliserin war er nicht nur ein engagierter Kreisrat, sondern auch Nachbar. „Ich will danke sagen, dass ich ihn kennenlernen durfte, dass ich ihn schätze und dass ich ihn nie vergessen werde“, sagte Peggy Greiser.

Auch der Altlandrat Ralf Luther hob hervor: „Er hat für seine Stadt gekämpft wie kein anderer. Alle können stolz darauf sein, wie sich die Stadt entwickelt hat. Karl-Uwe Panse hat einen großen Anteil daran“.

Über die Turbulenzen der 1990er Jahre berichtete Günter Wriedt, Bürgermeister a.D: „Alles, was wir zu bewältigen hatten, war ein laufender Prozess“, erinnerte er sich. Bei allem habe sich Karl-Uwe Panse große Achtung als Bürgermeister erworben. 

Auch Sarah Boost, Fraktionsvorsitzende der CDU im Stadtrat, erinnerte an die Erschließung der Gewerbegebiete als großen Verdienst. Sie sprach aber auch über Karl-Uwe Panse als Mensch: Karl-Uwe Panse habe seine langjährige Erfahrung und auch seine klare Haltung eingebracht. „Wir sind dankbar für das, was er geleistet hat, für seine Gespräche, seinen Rat. Wir werden ihn als einen Mensch in Erinnerung behalten, der die Stadt geprägt hat.“

Heike FM Neumann sprach über ihre gemeinsame Arbeit in der Stadtverwaltung, als es an ihr war, das Stadtarchiv aufzubauen. Helga Greifelt, ehemaliges Stadtratsmitglied (Die Linke), erinnerte an den Führungsstil, der einen vorurteilsfreien und zuverlässigen Umgang mit allen Bürgern trotz unterschiedlicher politischer Standpunkte zum Wohle der Heimatstadt ausmachte.

Jürgen Richter, Ehrenstadtrat, brachte es in einem Satz auf den Punkt: „Karl-Uwe war ein Phänomen für mich“. Auch er hob politische Erfolge hervor, erinnerte an den Menschen: „Er selbst hat sich einmal einen sturen Hund genannt - das stimmt. Mich selbst und viele andere Stadträte hat er zur Weißglut gebracht. Aber man konnte mit Karl-Uwe auf unglaublich hohem Niveau für die Sache streiten“, sagte Jürgen Richter. „Er war niemals nachtragend, er war auch Kumpel.“

Karl-Uwe Panse war von 1990 bis 2012 – und damit so lange wie kein anderer – Bürgermeister der Stadt Zella-Mehlis. Sein Wirken war insbesondere in der Zeit des strukturellen Wandels in den Nachwendejahren geprägt von großem Engagement, Liebe zu seiner Heimat und viel Herzblut. Der Aufbau einer leistungsfähigen und bürgerfreundlichen Stadtverwaltung, die zukunftsfähige Entwicklung unserer Gewerbegebiete, die finanzielle Leistungsfähigkeit der Stadt sowie viele Einzelprojekte und Entwicklungsprozesse, die die Kommune bis heute auszeichnen, tragen seine Handschrift. Karl-Uwe Panse zeichnete sich vor allem durch seine tiefe Hingabe für die Belange der Bevölkerung aus. Er setzte sich mit großer Leidenschaft und Tatkraft für das Wohl der Zella-Mehliserinnen und Zella-Mehliser ein. Auch nach seiner Amtszeit als Bürgermeister blieb Herr Panse der Stadtgesellschaft treu und brachte sich ehrenamtlich auf vielfältige Weise ein und zeigte damit seine enge Verbundenheit zu seiner Heimatstadt. Für dieses Engagement dankten alle Redner im Rahmen der Gedenkveranstaltung und versprachen ein ehrendes Gedenken für Karl-Uwe Panse.

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