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Veröffentlicht am 17.03.2026

Auftaktveranstaltung zur kommunalen Wärmeplanung

Die kommunale Wärmeplanung ist in der Stadt Zella-Mehlis ein wichtiges und zukunftsweisendes Thema. Zu einer Auftaktveranstaltung waren nicht nur die Vertreter aus den einzelnen Bereichen der Stadtverwaltung eingeladen, sondern vor allem ging es auch um den offenen Austausch mit Partnern aus den verschiedenen Bereichen wie Planungsbüros, Energieversorger, Wohnungsbaugesellschaften und Stadtrat. Sie haben über Vorteile, Chancen und Möglichkeiten gesprochen. Ziel ist, alle Beteiligten auf dem Weg zur nachhaltigen Wärmeversorgung der Stadt Zella-Mehlis mitzunehmen und diesen gemeinsam zu gestalten.

Die kommunale Wärmeplanung befasst sich langfristig mit der nachhaltigen Wärmeversorgung der Stadt Zella-Mehlis und ist seit 2024 gesetzlich verpflichtend für Kommunen durchzuführen. Neben wirtschaftlichen Vorteilen soll dieses Instrument Planungs- und Investitionssicherheit für die Kommunen bringen, vor allem aber soll sie sicher, bezahlbar und klimafreundlich sein. In der Stadtverwaltung wurde für dieses wichtige Thema eine Stabsstelle eingerichtet, die diesen Prozess nicht nur begleitet, sondern ausgestaltet. Dazu haben bereits vor der eigentlichen Auftaktveranstaltung auch schon Arbeitsgespräche mit den Partnern und Akteuren stattgefunden.

„Es geht darum, Rahmenbedingungen zu schaffen, wie man effizienter werden kann und Nahwärme anbietet, sodass es sich für Verbraucher lohnt“, erklärt Bürgermeister Torsten Widder bei der Begrüßung. Bis 2028 solle ein Strategiepapier entstehen, um dieses wichtige Thema anzugehen. „Wärmeplanung bedeutet keineswegs einen Anschluss- und Benutzungszwang für Bürgerinnen und Bürger, sondern ist ein Rahmen, den wir uns geben, um die Klimaziele 2045 zu erreichen – auch für unsere wunderschöne Heimat Südthüringen“, sagt Torsten Widder.

Die kommunale Wärmeplanung ist daher als strategisches Instrument zu sehen, um den Gebäudebestand einer Kommune hinsichtlich der Treibhausgasneutralen Wärme- und Kälteversorgung zu prüfen. Ein klar definiertes Ziel ist, die geeignete Kombination von Maßnahmen der Energieeffizienz und erneuerbarer Wärmeversorgung. Gleichzeitig gibt die kommunale Wärmeplanung keinen detaillierten Plan vor, wann und wo ein Nahwärmenetz entsteht und hat auch keine konkrete Antwort für Gebäudeeigentümer zu individuellen Heizungstechnologien. Vielmehr soll sie die Grundlage bilden für Stadtentwicklung und Energieplanung.

In verschiedenen Vorträgen und Gesprächsrunden im Rahmen der Auftaktveranstaltung haben sich die Partner und Akteure ausgetauscht, zum Beispiel darüber, was in anderen Kommunen gut funktioniert hat, wo Möglichkeiten zur Zusammenarbeit liegen und welche Ideen möglicherweise in die Praxis umgesetzt werden könnten. Denn kommunale Wärmeplanung soll auch lokale Wertschöpfung und Wirtschaftsförderung sein, sowie eine Steigerung der Lebensqualität bieten und stadtplanerische Vorgaben stützen.

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