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Veröffentlicht am 19.01.2026

80 Jahre Gravieranstalt Schweimnitz: Fortgeführt, was der Großvater begann

In der täglichen Arbeit von Gabriele Schweimnitz treffen traditionelles Handwerk und moderne Technik aufeinander. Die Graveurin hat ihren Beruf von der Pike auf gelernt und führt die kleine Werkstatt in der Anspelstraße. Noch heute zeichnet sie Entwürfe und fertigt Einzelstücke in Handarbeit. Dennoch sind auch moderne CNC-Maschinen unverzichtbar in der täglichen Arbeit. „Es ist ein sehr schönes Handwerk, aber ohne CNC-Maschinen möchte ich nicht sein“, sagt die Unternehmerin. Dank der Technik sei es möglich, viel schneller Reproduktionen zu produzieren oder Entwürfe in der Größe zu verändern.

Die Wurzeln des Unternehmens reichen zurück bis ins Jahr 1946, als der Großvater von Gabriele Schweimnitz die Gravieranstalt gründete. Später setzten die Söhne die Arbeit fort. Gerhard Schweimnitz reichte sein Wissen an Tochter Gabriele weiter. Sie hat 1987 ihre Lehre zur Graveurin begonnen und schloss die Ausbildung 1990 ab. „Damals wusste keiner, ob und wie es noch weitergehen wird“, erinnert sie sich an die wirtschaftlich unsichere Zeit. Inzwischen kann sie mit Stolz auf 80 Jahre Unternehmensgeschichte zurückblicken. „Der Beruf macht mir Spaß und wenn ich zu tun habe, ist das das Beste, was mir passieren kann“, sagt sie. Das Jubiläum war auch für Bürgermeister Torsten Widder Anlass für einen Besuch in der Werkstatt. „Sie haben den Betrieb des Großvaters fortgeführt. Das war früher gang und gäbe, ist aber inzwischen keine Selbstverständlichkeit mehr“, sagte Torsten Widder während seines Besuchs und wünscht Gabriele Schweimnitz viel Erfolg und Spaß bei der weiteren Tätigkeit.

Stempel und Petschaften, Gravuren und Pokale sowie Schilder für Industrie und Privat – all das gehört zur Produktpalette der Gravieranstalt Schweimnitz. Die Auftraggeber kommen nicht nur aus Zella-Mehlis, sondern auch aus anderen Bundesländern. Auch die Stadtverwaltung Zella-Mehlis hat bei Gabriele Schweimnitz die Stempel für den Dienstgebrauch bestellt. So landet ein Abdruck heimischer Wertarbeit jedes Mal, wenn ein gestempeltes Dokument das Rathaus verlässt, auf dem Papier.

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