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Veröffentlicht am 26.03.2026

10 Jahre „Kreativ Verrückte“: Ideen, Gemeinschaft und ganz viel Herzblut

Was vor zehn Jahren bei einer Tasse Kaffee begann, ist heute eine feste Größe im gesellschaftlichen Leben von Zella-Mehlis: Die „Kreativ Verrückten“ feierten jetzt ihr 10-jähriges Jubiläum – und das natürlich gemeinsam, kreativ und in bester Stimmung.

Bürgermeister Torsten Widder ließ es sich nicht nehmen, persönlich zu gratulieren. „Herzliche Glückwünsche zum Bestehen. Bleibt kreativ und bleibt verrückt“, gab er den 14 anwesenden Mitgliedern mit auf den Weg und betonte zugleich: „Die Gemeinschaft ist genauso wichtig wie das Kreativsein.“

Die Geschichte der Gruppe beginnt am 7. März 2016 im Café „Sunbean“ in Zella-Mehlis. Die beiden Gründerinnen hatten eine Idee: Menschen zusammenbringen, die ihre kreativen Fähigkeiten teilen und voneinander lernen möchten – gerade auch mit Blick auf ältere Menschen, deren Wissen und Erfahrungen sonst verloren gehen könnten.

Was zunächst klein begann, entwickelte schnell eine eigene Dynamik. Bereits beim zweiten Treffen waren es fünf Teilnehmerinnen, bald darauf immer mehr. „Beim gemeinsamen Handarbeiten sprudeln die Ideen“, sagt Walburga Reinhardt rückblickend.

Heute treffen sich die „Kreativ Verrückten“ alle 14 Tage donnerstags – inzwischen in einem Raum der katholischen Kirchgemeinde. Neben dem gemütlichen Kaffeetrinken steht vor allem das gemeinsame kreative Arbeiten im Mittelpunkt: Stricken, Häkeln oder auch Quilling.

Quilling ist eine filigrane Basteltechnik, bei der aus schmalen Papierstreifen kunstvolle Formen und Bilder gestaltet werden. Mit viel Geduld und Fingerspitzengefühl entstehen so detailreiche Motive – wie etwa das Stadtwappen von Zella-Mehlis, das die Gruppe zum 100-jährigen Stadtjubiläum in dieser Technik umgesetzt hat.

Doch die „Kreativ Verrückten“ sind nicht nur für sich aktiv. Regelmäßig präsentieren und verkaufen sie ihre Arbeiten auf Stadtfesten und Märkten. Darüber hinaus engagieren sie sich sozial: So schreiben sie beispielsweise Weihnachtskarten für Seniorinnen und Senioren in Pflegeeinrichtungen oder gestalten Osterschmuck für Brunnen in der Stadt.

Neben der kreativen Arbeit ist es vor allem das Miteinander, das die Gruppe auszeichnet. Gemeinsame Ausflüge – etwa zur Viba Nougat-Welt in Schmalkalden oder zur STEINER Plüsch GmbH in Georgenthal – gehören ebenso dazu wie das gesellige Beisammensein.

Zum Jubiläum waren alle Mitglieder gekommen – sogar eine Teilnehmerin aus der Schweiz ließ es sich nicht nehmen, dabei zu sein. Bei Kaffee, Gesprächen und einer Jubiläumstorte wurde gemeinsam auf zehn Jahre zurückgeblickt. Auch zahlreiche kreative Arbeiten aus der Vergangenheit waren ausgestellt und zeigten eindrucksvoll die Vielfalt und Entwicklung der Gruppe.

Als Zeichen der Wertschätzung überreichten die „Kreativ Verrückten“ dem Bürgermeister ein ganz besonderes Geschenk: liebevoll gehäkelte Topflappen mit Motiven des Rathauses und der Beschussanstalt.

Für Gründerin Walburga Reinhardt steht fest: „Ich bin froh, dass ich die Kreativen habe – da weiß ich, was ich zu tun habe.“

Was einst als „verrückte Idee“ begann, ist heute ein lebendiges Beispiel dafür, wie Kreativität Menschen verbindet und Gemeinschaft entstehen lässt. Die „Kreativ Verrückten“ sind aus Zella-Mehlis nicht mehr wegzudenken – und werden hoffentlich noch viele Jahre ihre Ideen, ihr Engagement und ihre Freude am gemeinsamen Schaffen in die Stadt tragen.

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